Die Geschichte der Burg Kreuzen

Die Feste Kreuzen wurde als Fluchtburg zum Schutze der Roder des Nordwaldes und der Besiedler dieser Gegend erbaut. Mit dem Bau wurde um 900 begonnen.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem 12. Jahrhundert. In einem Bestätigungsbrief des Bischofs von Passau an St. Florian aus dem Jahre 1125 scheint ein „Pilgrim de cruce“ auf. Weitere Burgbesitzer waren die Machländer, Volkerstorfer, Prüschenk, Schweinböcker, Meggauer, Cavriani, Salburg, Dietrichstein und die Herzöge von Sachsen Coburg und Gotha.

Unter den Volkerstorfern entstand im 14. Jahrhundert eine Doppelburg. Sie war die zweitgrößte Burganlage Oberösterreichs und fasste rund 2000 Menschen. Die Burg Kreuzen diente mehrmals als Zufluchtsstätte der wehrlosen Bevölkerung und 1682 floh Kaiser Leopold II. vor der in Wien herrschenden Pest nach Kreuzen. 1619 wurde Kreuzen unter Helfrich von Meggau zur Grafschaft erhoben. Er war auch Landeshauptmann ob der Enns und ein fürsorglicher Vater seiner Untertanen. Im 18. Jahrhundert wurde das prachtvolle Vorderhaus abgebrochen und das Material nach Wien zur Errichtung von Schloss Laxenburg verkauft.

1880 fiel ein großer Teil des Hinterhauses einem verheerenden Brand zum Opfer, so dass der Verfall der Burg einsetzte. Bis in die heutige Zeit blieben erhalten: die wuchtigen, doppelten Ringmauern mit Torturm samt Anschlusstrakt mit interessanten Pechnasenfenstern und Schießscharten, der Arkadentrakt samt Bergfried des Hinterhauses, der 42 Meter tiefe Burgbrunnen mit bemerkenswertem Zugang vom Kellergewölbe unterhalb des Burghofes.

Der Tourismusverband Bad Kreuzen erwarb 1974 die Burgruine, um dieses Kulturgut auch der Nachwelt zu erhalten.

Verfasser: unbekannt

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