Wallfahrtskapelle „Aigner Kreuz“

Standort:ca. 10 Minuten Fußmarsch, östlich vom Ort Bad Kreuzen, in der Ortschaft Neuaigen; neben dem Gasthaus „Zum Aigner Kreuz“, beim Eingang zum Natur- und Kulturlehrpfad Wolfsschlucht.


Geschichte:

Über die Entstehung des „Aignerkreuzes“ findet sich im Jahre 1884 in der Pfarrchronik Bad Kreuzen folgende Eintragung: „Die Aignerkreuzkapelle ist laut Sage von einem Pfleger der Grafschaft Kreuzen auf herrschaftlichem Grund zur Danksagung der Genesung seiner lange Zeit krank darniederliegenden Frau erbaut.

Der Pfleger soll nämlich das Gelübde getan haben, nach Maria Zell zu wallfahren und ein Kreuzstöckl bauen zu lassen, falls seine Gemahlin die Gesundheit wieder erlangen würde. 

Er löste das Gelübde ein und seine Frau erlangte die Gesundheit wieder. Als er von Maria Zell zurückkehrte, begegnete ihm seine Frau völlig gesund und wohlbehalten an der nämlichen Stelle, wo heute die Kapelle steht. Diese ist jetzt vergrößert und die Zahl derjenigen, welche von weiter Ferne hierherkommen, um Abhilfe in ihrem mannigfachen Anliegen zu finden, ist beträchtlich.“

Das Glasfenster in der Kapelle, das diese Sage erzählt, wurde von OSR Kons. Dir. Erwin Kranzler geschaffen.

An der Nordseite der Pfarrkirche, an der Außenwand neben der Tür, befindet sich ein Grabstein mit folgendem Text: „ Georg Strauß Richter alhie, Sybilla Strausin uxoris – 1692“ – Der Sage nach sind dies die Stifter des Aignerkreuzes.

Bis in das 18. Jahrhundert stand ein Holzkreuz, nur durch einen einfachen Bretterbau gegen Wind und Wetter geschützt, an der Stelle. Später umgab man es mit einem kleinen Steinbau, der jetzigen Kreuznische entsprechend. Darüber erzählt eine zweite Legende, dass einst die Schlossfrau von der Festung Kreuzen nach Grein fahren wollte und dabei scheuten ihre Pferde. Im wilden Lauf ging es bergab. Ein Unglück schien unvermeidlich. Da bleiben die Pferde vor dem Kreuze plötzlich stehen. Aus Dankbarkeit ließ die Frau die oben erwähnte Steinkapelle errichten.

Die heutige Gestalt der Wallfahrtskapelle stammt aus dem Jahre 1852. Zwei einfache Maurer, Georg Luftensteiner und Jakob Lindtner aus Neuaigen, waren die Erbauer. Die Bauzeit betrug 60 Tage.

Gegen Ende es vorigen Jahrhunderts ließ Frau Anna Pitsch, herzogl. Coburg-Gothasche Förstersgattin, den First mit einem Holztürmchen und einem Kreuz krönen.

Votivbilder sind beredte Zeugnisse, dass man hier Trost und Hilfe gesucht und auch erhalten hat. Das Gnadenbild ist ein barockes Kreuz.

Die Statuen der Gottesmutter und des Pfarrpatrones, des hl. Vitus, stehen in den beiden Steitennischen. Sie kommen – wie auch das Relief mit Darstellungen aus dem Leben des hl. Vitus und der Hl. Familie – aus der früheren neugotischen Einrichtung der Pfarrkirche. Die letzte gründliche Renovierung geschah 1972 im Anschluß an die Umgestaltung des Innenraumes der Pfarrkirche unter Kanonikus Johann Gütlinger.

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